Datensilos überwinden
DICOM-Bilddaten, RT-Objekte und klinische Dokumentation werden nicht nebeneinander abgelegt, sondern semantisch verbunden.
Feature Deep Dive
Cureator Foundation transformiert isolierte Bild-, Plan-, Dosis- und klinische Daten in einen semantischen Wissensgraphen. Für Anwender bedeutet das: schnellere Fallrecherche, präzisere Vergleichbarkeit, weniger manuelle Datenarbeit und kontrollierte Zusammenarbeit über bestehende Systeme hinweg.
RDF-Triples und OWL-Strukturen verbinden Bilddaten, RT-Objekte und klinische Dokumentation. Die Radiation Oncology Ontology (ROO) ordnet Fachbegriffe und Beziehungen. SPARQL ermöglicht präzise Abfragen nach komplexen Fallbeispielen, Referenzfällen und Benchmarks; FAIR-Strukturen unterstützen Forschung und Wiederverwendbarkeit.
Was es löst
Cureator Foundation ist als semantischer Data Layer für die Strahlentherapie entwickelt. Klassische Systemlandschaften verteilen Bilddaten, RT-Objekte und klinische Informationen häufig über mehrere Quellen. Cureator nutzt semantische Technologien, um diese Daten nicht nur zu sammeln, sondern in Beziehung zu setzen.
Der Unterschied ist entscheidend: Im Mittelpunkt steht nicht die Ablage eines DICOM-Objekts, sondern die klinische Frage. Welche Fälle sind vergleichbar? Welche Pläne, Dosisverteilungen, DVHs, ROI-Volumina und Behandlungsdetails passen zu dieser Situation? Welche Daten können für Forschung, Benchmarking oder ausgewählte KI-Anwendungen wiederverwendet werden?
DICOM-Bilddaten, RT-Objekte und klinische Dokumentation werden nicht nebeneinander abgelegt, sondern semantisch verbunden.
DICOM-Metadaten und klinische Begriffe werden als Beziehungen modelliert und mit Begriffen der Radiation Oncology Ontology verknüpft.
Komplexe Fall- und Kohortenfragen werden über einen Wissensgraphen abfragbar, statt manuell durch Systeme gesucht zu werden.
Teams finden ähnliche historische Fälle, prüfen Plan-, Dosis- und Strukturinformationen und vergleichen lokale Behandlungsrealität.
DVH, ROI-Volumen, RTOG CI und Dose-Wash-Ansichten reduzieren manuelle Berechnung und beschleunigen fachliche Prüfung.
Fallinformationen können kontrolliert per Link für Tumorboard, Abstimmung und standortübergreifende Zusammenarbeit bereitgestellt werden.
Daten werden auffindbar, zugänglich, interoperabel und wiederverwendbar vorbereitet – für retrospektive Analysen und Forschung.
Ausgewählte KI-Anwendungen erhalten site-spezifischen Kontext, statt nur mit generischen Annahmen zu arbeiten.
Semantische Suche
SPARQL ist die Abfragesprache für RDF/OWL-basierte Wissensgraphen. In Cureator wird sie genutzt, um klinisch relevante Beziehungen abzufragen: Patientendaten, Bilddaten, RTSTRUCT, RTDOSE, RTPLAN, Befunde und berechnete Kennzahlen werden in einer gemeinsamen Logik adressierbar.
Patient:innen > 65 Jahre · Lungenkarzinom · definierter Tumor-/ROI-Kontext · CT verfügbar
ähnliche Lokalisation · vergleichbare Dosisverteilung · vorhandene RTSTRUCT / RTDOSE / RTPLAN
DVH · ROI-Volumen · RTOG CI · Dose Wash im Fallzusammenhang
Diagnose · Bilddaten · RT-Objekte · Befunde · Verlaufsdaten in einer Abfrage
Referenzfälle und Benchmarks
Medizinphysik und ärztliche Teams können historische Fälle nach klinischen, bildgebenden und dosimetrischen Merkmalen suchen. Damit wird lokale Behandlungserfahrung auch in Zukunft nutzbar: für Planprüfung, kritische Fälle, Tumorboard, interne Benchmarks und Forschung.
Cureator ersetzt keine klinische Bewertung. Es stellt die richtigen Informationen schneller im Zusammenhang bereit.
Analysen und Qualität
Cureator macht zentrale Analysefunktionen dort sichtbar, wo Teams sie brauchen: DICOM Web Viewer, DVH-Ansichten, ROI-Volumen, RTOG Conformity Index, Dose-Wash-Visualisierung und statistische Analysen. Das reduziert manuelle Zwischenschritte und erleichtert die fachliche Prüfung.
Dosis-Volumen-Zusammenhang im Fallkontext prüfen.
Strukturen und Volumina schneller einordnen.
Planungsqualität vergleichbarer bewerten.
Dosisverteilung visuell erfassbar machen.
Forschung und KI-Kontext
Cureator unterstützt in der Forschung, Daten zu strukturieren, Details einfacher auffindbar zu machen und Muster schneller zu erkennen. Für ausgewählte KI-Anwendungen stellt Cureator site-spezifischen Kontext bereit: lokale Fälle, lokale Standards, lokale Planungsrealität und klinisch kuratierte Daten.
Das ist bewusst keine anonyme KI-Blackbox. Cureator liefert die Grundlage, damit KI-Hilfsmittel besser vorbereitet, validiert und kontrolliert genutzt werden können.
Site wählt relevante Fälle und Datentypen.
RDF/OWL, ROO und SPARQL machen Beziehungen nutzbar.
Teams prüfen klinischen Kontext und Datenqualität.
Ausgewählte Module erhalten Site-spezifischen Kontext.
Nächster Schritt
Die technische Tiefe ist wichtig. Entscheidend ist aber der Moment im Alltag: Der richtige Fall, die relevante Dosis und der klinische Kontext liegen zusammen.